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trennerMarcolini-Palais

Festsaal im Marcolini-Palais des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt
Friedrichstraße 41
01067 Dresden





trennerDer Garten

Im Jahre 1725 kaufte Friedrich August I. (1670–1733), Kurfürst von Sachsen und später König von Polen, genannt August der Starke, linkselbisch, wenige Kilometer von seiner Residenz entfernt, vom Reichsgrafen Ernst Christoph von Manteuffel (1676–1749) ein Gartengrundstück beträchtlicher Größe. Dieses Grundstück schenkte er nur ein Jahr später dem Herzog Friedrich Ludwig von Württemberg, wohl mehr aber dessen Gemahlin Ursula Katharina, geschiedene Fürstin Lubomirska, einer Mätresse Augusts des Starken. Auf diesem Land ließ die Fürstin wohl durch den Architekten Johann Christoph Naumann (1664–1742) ein Festhaus mit einer achteckigen Eingangshalle und einem darüber liegenden Festsaal errichten, sowie das Gartengrundstück in eine barocke Parkanlage umgestalten.

trennerDas Palais des Grafen Heinrich von Brühl

1736 ging das Gelände in den Besitz des Grafen Heinrich von Brühl (1700–1763) über. Brühl war sächsischer Kabinettsminister, ein sehr machtbewusster und einflussreicher, aber auch sehr kunstsinniger Mann. Er ließ das Festhaus vom damaligen Sächsischen Oberlandbaumeister Johann Christoph Knöffel (1686–1752) umbauen und durch zwei Seitenflügel, sowie eine Orangerie erweitern. Auch der Park wurde in dieser Zeit zu einer prachtvollen barocken Anlage umgestaltet.

trennerArchitekten und Künstler von europäischem Rang

An Palais, Orangerie und Park mit seinen Brunnen und seinem reichen skulpturellen Schmuck wirkten mehrere berühmte Architekten und Künstler mit, die auch andernorts in Dresden und Europa ihre Spuren nachdrücklich hinterlassen haben.
So Stefano Torelli (1712–1784), der 1740 die illusionistischen Wandmalereien im Festsaal schuf. Oder der Architekt Zacharias Longuelune (1669–1748), der die größte und prächtigste barocke Brunnenanlage Dresdens "Neptun mit seinem Gefolge" entwarf. Ausgeführt wurde dieser Brunnen durch den italienischen Bildhauer Lorenzo Matielli (1688–1748), der unter anderem die Plastiken an der Dresdner Hofkirche schuf.

trennerDas Palais des Grafen Camillo Marcolini

Nach dem Tode Brühls erwarb 1778 Graf Camillo Marcolini (1739–1814) das Grundstück. Marcolini, einer der vielen Italiener am Sächsischen Hof, war Kabinetts- und später Premierminister unter Kurfürst Friedrich August III., danach Direktor der Kunstakademie Dresden und der Porzellanmanufaktur Meißen. Er ließ das Palais erneut umbauen und prunkvoll ausstatten. Zwei dieser in der Marcolini-Zeit ausgestatteten Räume sind original erhalten geblieben. Diese beiden Räume, das sogenannte Chinesische Zimmer und das Pompejanische Zimmer, wurden übrigens stark von der europäischen Geschichte gestreift, denn hier bezog Kaiser Napoleon I. (1769–1821) zwischen Juni und August 1813 Quartier. Und in diesen Räumen fanden am 27. und 29. Juni 1813 Friedensverhandlungen zwischen Napoleon und dem Vertreter der gegen Napoleon gerichteten Allianz, dem damaligen österreichischen Außenminister Fürst Clemens von Metternich (1773–1859), statt. Leider erfolglos, wie wir heute wissen.

trennerRichard Wagner und die Einweihung des Krankenhauses im Jahre 1849

Nach dem Tode Marcolinis übernahm der Hofdrucker Werner das Palais, bis 1845 die Stadt Dresden das Grundstück kaufte, um auf ihm ein Stadtkrankenhaus zu errichten. Von 1847 bis 1849 wohnte übrigens der Komponist und Hofkapellmeister Richard Wagner (1813–1883) im Marcolinipalais. Hier beendete er nicht nur die Oper Lohengrin, sondern spann auch diverse revolutionäre Fäden. So traf er sich an diesem Ort 1849 mit dem russischen Anarchisten Michail A. Bakunin (1814–1876), der wie Wagner aktiver Teilnehmer der revolutionären Maikämpfe 1849 war.
Die offizielle Einweihung dieses Städtischen Krankenhauses war im November 1849, Patienten mussten aber schon vorher aufgenommen werden, nämlich die Verletzten dieser Maiaufstände.

trennerDer Festsaal

Der Festsaal diente in der Folgezeit als Gottesdienstraum, später wurde er als Hörsaal umgebaut. Erst Anfang der 80er Jahre entdeckte man unter dem Putz und den Einbauten die ursprüngliche barocke Raumstruktur mit der Malerei Torellis. Der Festsaal wurde unter der Leitung des damaligen Instituts für Denkmalpflege aufwendig restauriert und konnte Ende September 1989 in seiner ursprünglichen Schönheit an das Krankenhaus übergeben werden. Seither wird der Saal für Festlichkeiten, für Konzerte, für Patientenseminare, aber auch für wissenschaftliche Veranstaltungen genutzt. 

Teilnehmer der Dresdner Palais-Gespräche betonen immer wieder den besonderen Reiz, in einem solchen historischen Ambiente über hochaktuelle und visionäre Themen nachzudenken.



 
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